railum track

Gleisfeldbeleuchtung.
Ohne Mast. Ohne Schatten. Direkt an der Schiene.

RAILUM Track montiert sich in Minuten am Schienenfuß und liefert gleichmäßiges, blendfreies Licht direkt im Gleisfeld. Bewährt an 2.030 Metern Schiene im Container Terminal Linz.

4 Gründe, warum Mastbeleuchtung im Gleisfeld versagt.

Was auf dem Papier nach ausreichend Lux aussieht, scheitert in der Praxis oft an folgenden Schwächen.

Schlagschatten durch Container

Container stapeln sich 3–5 Lagen hoch und absorbieren das Licht der Masten. Die Arbeitsbereiche am Waggon bleiben dunkel – genau dort, wo Personal rangiert, Dokumente prüft und Sicherheitschecks durchführt.

Arbeitsbereiche am Waggon bleiben dunkel
Rangier- und Prüfvorgänge werden erschwert
Erhöhtes Unfallrisiko in den Schattenbereichen

Lichtraumprofilkonflikt

Galgen und Träger ragen in den Gleisraum. Sie begrenzen die nutzbare Höhe für Portalkrane und Flurförderzeuge und stellen ein dauerhaftes Kollisionsrisiko dar.

Permanentes Kollisionsrisiko für Kransysteme
Eingeschränkte Flexibilität beim Containerumschlag
Genehmigungsaufwand für jede Konfigurationsänderung

Blendung des Rangierpersonals

Hochmontierte Leuchten strahlen direkt in die Augen der Mitarbeiter. Gerade bei Dunkelheit und Nachtschichten erhöht das das Unfallrisiko erheblich.

Eingeschränkte Sehfähigkeit nach Blickrichtungswechsel
Erhöhte Ermüdung bei langen Nachtschichten
Unfallrisiko durch Wahrnehmungseinschränkungen

Hoher Wartungsaufwand

Jede Wartung erfordert Hubsteiger, Gleissperrung und koordinierte Sperrpausen. Kosten und Betriebsunterbrechungen steigen mit der Anzahl der Leuchten.

Gleissperrung für jeden Leuchtentausch
Hohe Kosten durch Hubsteiger und Koordinationsaufwand
Ausfallzeiten im laufenden Terminalbetrieb

Warum 48V SELV der Schlüsselvorteil für die Industrie ist

Lange Wege –
ein Einspeisepunkt

Der größte wirtschaftliche Vorteil. Ein einziger Unterflurverteiler versorgt über 100 m AC-Zuleitung und bis zu 45 m DC-Leitung einen kompletten Strang von 30 Leuchten. Das spart teure Mehrfacheinspeisungen in Tunneln, Brücken oder langen Industriegassen.

Kein Hochvoltrisiko

48V DC ist Schutzkleinspannung (SELV). Ob Kabelbruch oder mechanische Beschädigung. Es besteht keine Lebensgefahr. In Bereichen mit hohem Personen- und Fahrzeugverkehr ist dies ein Sicherheitsargument, das jeden Betriebssicherheitsbeauftragten sofort überzeugt.

Systemintegration

Zukunftssicher und flexibel. 48V DC ist direkt kompatibel mit PV-Anlagen und Batteriespeichern. Dank DALI- und Modbus-Schnittstellen lässt sich das System nahtlos in Gebäudeautomation, SCADA-Systeme oder einfache Zeitschaltuhren integrieren.

Das RAILUM Track System im Überblick.

Drohnenaufnahme bei Nacht: parallel verlaufende, beleuchtete Rangiergleise mit RAILUM.

Das Herzstück der RAILUM-Installation ist der Unterflurverteiler. Er nimmt die 230V AC Zuleitung (bis zu 100 m vom nächsten Schaltschrank) entgegen und wandelt sie auf sicheres 48V DC um. Von dort speist eine Anschlussleitung (bis 45 m) die erste Leuchte im Strang. Bis zu 20 Leuchten sind in Serie verkettbar, jede mit einem vorkonfektionierten IP67-Verbindungskabel angebunden. Den Abschluss bildet ein wasserdichter Endstecker.

Der Verteiler wird zwischen den Gleisen bodennah eingegraben – der Deckel schließt bündig mit der Schienenoberkante, die Belastungsklasse 125 kN ermöglicht den Überrollbetrieb durch schwere Fahrzeuge.

Wie RAILUM Track diese Probleme löst.

RAILUM positioniert die Lichtquelle dort, wo das Licht gebraucht wird: bodennah am Schienenfuß, auf Höhe der Arbeitsbereiche. Das Ergebnis: keine Schlagschatten, kein Lichtraumprofilkonflikt, keine Blendung — und Wartung in Minuten statt Tagen.

Klassische MastbeleuchtungRAILUM Track
Lichtquelle 10 – 15 m über GleisfeldLichtquelle am Schienenfuß – bodennah
Schlagschatten durch ContainerLicht strahlt horizontal zwischen Waggons
Galgen im LichtraumprofilKein Eingriff in Luftraum über dem Gleis
Blendung des RangierpersonalsAsymmetrische Optik – Licht weg vom Auge
Wartung: Hubsteiger + GleissperrungSnap-in: Leuchte in Sekunden tauschen
Fundament, Kabelkanal, MastmontageSchienenfußklammer – keine Tiefbauarbeiten

Zwei Versorgungskonzepte – ein System

Je nach Anlagengeometrie und Anzahl der zu beleuchtenden Gleise bietet RAILUM zwei Versorgungsvarianten:

Unterflurverteiler für ein Gleis

Der Unterflurverteiler VA41 sitzt mittig zwischen den Schienen und versorgt das darüberliegende Gleispaar beidseitig über 48V DC. Bis zu 30 Leuchten pro Strang auf maximal 150 m, abgeschlossen mit einem wasserdichten Reihenabschluss. Die integrierte Bypassleitung ermöglicht die AC-Weiterschaltung zum nächsten Verteiler in 200–300 m Entfernung.

Feldverteiler für Gleisfeld

Der Feldverteiler steht seitlich versetzt unterhalb des Gleisfelds. Über Anschlussleitungen von bis zu 45 m versorgt er mehrere Gleispaare gleichzeitig mit 48V DC. Weniger Verteiler, weniger Tiefbau im Gleisbett – besonders wirtschaftlich bei dicht beieinander liegenden Gleisen. Die AC-Weiterschaltung verbindet auch hier Verteiler über 200–300 m.

Gleispaare-Bleuchtung Mittelweg

Die Draufsicht zeigt, wie ein einzelner Unterflurverteiler VA41 beide benachbarten Gleispaare versorgt. Die 48V-DC-Stränge führen beidseitig an den Schienenfüßen entlang. Die integrierte Bypassleitung verbindet Verteiler untereinander auf der AC-Seite – für durchgängige Beleuchtung über lange Strecken.

Gleispaare Einseitig

Der Unterflurverteiler VA41 sitzt mittig und versorgt von dort beide angrenzenden Gleispaare – oben und unten – über separate 48V-DC-Stränge. Die Bypassleitung ist in die Verkabelung integriert und ermöglicht die AC-Weiterschaltung zum nächsten Verteiler. Bis zu 30 Leuchten und 150 m pro Strang.

Alle Varianten nutzen dieselben Leuchten, Kabel und Steckverbinder. Die Wahl hängt von der Gleisanzahl, den verfügbaren Einbauplätzen und der gewünschten Schaltflexibilität ab.

Bewährt in der Praxis

Container Terminal Linz – 750 installierte RAILUM-Leuchten auf 2.030 m Gleislänge. Gesamtleistung 19 kW auf 18.000 m² beleuchteter Fläche.

Beleuchtete Rangiergleise bei Nacht in einem Containerterminal am Hafen mit gestapelten Frachtcontainern und Containerkran. Vier Gleise Beleuchtet mit RAILUM.

Die RAILUM Schutzblenden

Die Norm DIN EN 12464-2 definiert für Außenarbeitsplätze nicht nur Mindestbeleuchtungsstärken (Em), sondern auch Grenzwerte für Blendung (UGR) und Gleichmäßigkeit (Uo). Im Gleisfeld ist unkontrollierte Blendung besonders gefährlich – Rangierpersonal, Lokführer und Kran-Operatoren müssen jederzeit volle Sicht haben. Das RAILUM-System lenkt das Licht mit vier Blendentypen präzise in den Arbeitsbereich und minimiert Streulicht in Blickrichtung.

Die vier Blendentypen

Alle Typen sind werkzeuglos per Snap-in montiert und jederzeit wechselbar. Die Auswahl hängt vom Leuchtenabstand und der gewünschten Ausleuchtungscharakteristik ab:

RAILUM Blende REACH RAILUM Blende WIDE RAILUM Blende FLOOR RAILUM Blende SPREAD
REACH – lange Reichweite, großer Leuchtenabstand

Sicherheit gegen elektrische Rückströme aus der Fahrleitung

In elektrifizierten Gleisanlagen (S-Bahn, Fernverkehr, Industriebahnen) fließen Rückströme über die Schienen zurück zur Einspeisung. Bei einem Kurzschluss zwischen Fahrleitung (15 kV AC oder 25 kV AC) und Schiene können kurzfristig gefährliche Potenziale auf dem Schienenpotenzial entstehen.

Das RAILUM-System ist galvanisch vom Schienenpotenzial getrennt: Die Leuchten und Kabel berühren die Schiene nur mechanisch über die isolierten Klammern. Die Spannungsversorgung erfolgt ausschließlich über den separat gespeisten Unterflurverteiler. Keine elektrisch leitende Verbindung zwischen Schienenpotenzial und dem 48V RAILUM-System.

Was benötige ich für RAILUM Track? 

KomponenteBeschreibung / Varianten
LeuchteRAILUM ECO (880/2030mm) oder RAILUM Standard (880/2030mm)
BlendeOptional — REACH / WIDE / FLOOR / SPREAD (Lichtlenkung optimieren)
BefestigungsmaterialSchienenfußklammern (passend für gängige Schienenprofile)
VerbindungsleitungenZwischen den Leuchten: 0,5 m / 1 m / 2 m / 4 m (IP67 Quick Connect)
Kabel-SicherungsklammernFühren die Verbindungsleitungen ordentlich am Schienenfuß
AnschlussleitungVom Verteiler zur ersten Leuchte – max. 45 m, Querschnitt nach Berechnung
VerteilerEK410 (klein) oder EK510 (groß) – AC/DC-Umwandlung, unterflur oder zentral
Endstecker1 Stück pro Strang – wasserdichter IP67-Abschluss der letzten Leuchte

RAILUM und der Gleisstopfbetrieb

Gleisstopfmaschinen verdichten das Gleisbett unter den Schwellen – ein regelmäßiger Unterhalt jeder Gleisanlage. RAILUM ist speziell für diese Anforderung konzipiert:

Schnelle Demontage ohne Werkzeug

Die Snap-in-Klammern erlauben die Demontage einzelner Leuchten oder ganzer Strangabschnitte in wenigen Minuten – ohne Werkzeug und ohne Elektriker. Vor dem Stopfvorgang werden die betroffenen Leuchten abgenommen, danach wieder eingeklickt.

Gleisstopfmodus

Alternativ kann für die Gleisanlage ein ‚Gleisstopfmodus‘ definiert werden: Die Maschine arbeitet mit vorgegebenen Eindringtiefen und seitlichen Toleranzen, innerhalb derer RAILUM-Leuchten am Schienenfuß verbleiben können. Die exakten Parameter sind mit dem Maschinenhersteller und dem Anlagenbetreiber abzustimmen.

Container Terminal Linz (CTL)

Herausforderung

Die vier RAILUM-Blendentypen steuern, wie viel Licht längs der Schiene (Reichweite) vs. senkrecht auf den Boden (Intensität) fällt. REACH für lange Stränge mit großem Leuchtenabstand, FLOOR für dichte Anordnung und maximale Bodenausleuchtung.

Lösung

Erhältlich in 3.000K (warmweiß) und 4.000K (neutralweiß, Empfehlung für Arbeitsbeleuchtung nach EN 12464). Steuerung: On/Off (Standard), DALI, Modbus, Relais, 0–10V Dimming.

Ergebnis

RAILUM, Gleisfeldbeleuchtung, Containerterminal, LED-Beleuchtung,

Normen & Zertifizierungen

RAILUM Track erfüllt die Anforderungen der EN 12464-2 (Außenarbeitsplatzbeleuchtung) und ist nach EN 60598-1 / -2-1 CE-zertifiziert. IP67-Schutz nach IEC 60529, 48V SELV nach IEC 61140.
DB InfraGO Lastenheft-Zertifizierung in Durchführung.

Häufige Fragen zu RAILUM Track.

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu RAILUM Track.
Bei weiteren Fragen stehen wir jederzeit per Mail oder Telefon zur Verfügung.

Welche Schienentypen werden unterstützt?

S49, S54, UIC 54, UIC 60, SBB III, SBB VI, AREMA und weitere Profile. Für andere Profile: Kontakt aufnehmen.

Wie wird die Stromversorgung realisiert?

Über einen Unterflurverteiler (EK410 oder EK510) der zwischen den Gleisen eingebaut wird. Die AC-Zuleitung zum Verteiler kann bis zu 100 m lang sein, vom Verteiler zur ersten Leuchte maximal 45 m.

Was passiert bei Gleisunterhalt (Stopfen)?

RAILUM wurde speziell für diesen Anwendungsfall entwickelt. Die Leuchten werden vor dem Stopfvorgang kurz abgenommen (Snap-in) und danach wieder montiert. Kein Werkzeug, kein Spezialist erforderlich.

Wie lange dauert die Montage?

Erfahrungswert CTL Linz: ca. 3–5 Minuten pro Leuchte inkl. Klammermontage und Kabelverbindung.
4 Personen montieren 100 Leuchten in einer 6-Stunden-Nachtschicht.

Gibt es eine Gewährleistungsverlängerung?

Ja: Mit einem unterzeichneten Prüfprotokoll eines konzessionierten Elektrounternehmens verlängert sich die Gewährleistung auf 5 Jahre (Systemgarantie). Prüfprotokoll-Formular auf Anfrage.

Bereit für Ihre Gleisfeldbeleuchtung?

VARION bietet als Hersteller das RAILUM-System als Komplettlösung oder in Einzelkomponenten an. Das Unternehmen begleitet Projekte ganzheitlich – von der Lichtplanung und Machbarkeitsstudie bis hin zur fertigen Installation und Inbetriebnahme.

Sprechen Sie uns an – wir finden die richtige Lösung für Ihr Projekt.

RAILUM Übersicht

Die RAILUM-Technologie im Überblick. Überall dort, wo herkömmliche Beleuchtung an ihre Grenzen stößt stören oder 48V SELV gefordert ist.

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